Ein Bekannter meinte letztens, dass seine Kamera leider am Anfang der Saison kaputt gegangen ist. Mir schoss sofort die Frage in den Kopf, was an Fotografie saisonal sein soll, musste mir dann allerdings eingestehen, dass ich mich selber auch nur bei schönem Wetter raus wage. Diesen Fehler habe ich bei dem aktuellen Regenwetter umgehend behoben ;).



Diesmal ging der Fotowalk Richtung Hafen, wo ich mit die ersten Fotos aufgenommen habe, nachdem ich damals beschlossen hatte, bewusst zu fotografieren. Ich wollte mal gucken, wie ich diese Motive heute wahrnehme und wie sich seitdem meine Bildsprache entwickelt hat. Auf dem Weg dorthin ließ ich mich dann allerdings von neuen Motiven ablenken und streunte lieber auf schlammigen Baustellen rum. Alles gut! :)





Ich bin direkt etwas erschrocken, als ich gerade festgestellt habe, dass Salzburg laut Wikipedia ca. 146000 Einwohner hat. Bei unserem Wochenendtrip im April zeigte es sich jedenfalls ziemlich verschlafen. In der Getreidegasse, deren Reiz ich übrigens überhaupt nicht nachvollziehen kann, waren tagsüber natürlich massenweise Touristen unterwegs, abends jedoch war die Stadt fast schon gespenstisch leer. In dem beeindruckenden Komplex der Festung Hohensalzburg kam man sich daher fast ein wenig verlassen vor, konnte dafür aber die Atmosphäre in Ruhe genießen. Da wir hauptsächlich nach Salzburg gekommen sind, um jemanden zu besuchen, existierte kein fester Sehenswürdigkeiten-Masterplan und so ließen wir uns eher ganz gemütlich treiben.
Die Altstadt wird - teils sehr spektakulär - von den umliegenden Bergen begrenzt und verschmilzt quasi mit ihnen. Durch diesen Umstand ist auch mein Lieblingsbild an der Sankt Blasiuskirche entstanden, für das ich mich halb verrenken musste, um irgendwie durch die Oberleitungen der Stadtbusse fotografieren zu können. Für die Gäste des Cafés hinter mir war das sicher recht amüsant.

Kirche Sankt Blasius
Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass der Sebastians- und der Petersfriedhof sehr schön sein sollen, was ich durchaus bestätigen kann. Besonders die sogenannten Pfeilerarkaden am Sebastiansfriedhof mit ihren, für heutige Zeiten abstrus wirkenden, bildhauerischen Darstellungen des Todes finde ich sehr interessant.

Sebastiansfriedhof

Petersfriedhof

Petersfriedhof

Petersfriedhof
Beim Red Bull Hangar 7 bin ich geteilter Meinung. War zwar ganz nett, der Eintritt gratis, so richtig überzeugend allerdings auch nicht. Wahrscheinlich hätte man die Zeit auch besser nutzen können. Immerhin konnte ich noch ein Foto ergattern, welches mir sehr gefällt.

Red Bull Hangar 7
Eher zufällig sind wir noch am Schloss Mirabell vorbeigekommen und kurz durch die bekannten Gärten gelaufen. Da stehen dann so lustige Zwerge rum.



Es hat sich einiges getan in letzter Zeit.

So fällt - hoffentlich - auf, dass es hier mal wieder anders aussieht. Wie ich schon angemerkt habe, war ich mit dem letzten Erscheinungsbild noch nicht ganz zufrieden. Lange habe ich gesucht, geschraubt, gefrickelt und mir ein paar grundlegende Kenntnisse in HTML aneignen müssen. Jetzt endlich - ein Tusch an dieser Stelle - bin ich glücklich damit :). Die Social Buttons mit den wichtigsten Verlinkungen sind wieder da, alles ist aufgeräumt, das Design ist stimmiger und das Menü für meine Serien ist auch integriert.

Ja ja genau und übrigens: meine erste Serie ist fertig :)! Ideen für solch konzeptuelle Arbeiten schlummern ja mehrere in mir und jetzt ist es so weit, dass ich auch mal eine umgesetzt habe. An diese neue Arbeitsweise muss ich mich allerdings erst noch gewöhnen. Es ist halt schon etwas anderes, Bilder thematisch als auch in der Umsetzung zusammengehörig zu gestalten. Aber es gefällt mir und wie gesagt, warten noch einige Ideen auf ihre Verwirklichung.

Ansonsten konnte ich mich letztens darüber freuen, dass ein Bild von mir auf kwerfeldein, einem meiner geschätztesten Blogs, veröffentlicht wurde. Dem nicht genug, hat sich tatsächlich eine mir unbekannte Person ein Poster mit einem meiner Motive auf Artflakes drucken lassen. Ich muss schon sagen, dass mich das sehr sehr freut und motiviert :)!


















Ein mehr oder weniger spontaner Ausflug zum Straubinger Tierpark. Klasse Geschichte dachte ich mir, da kann man direkt mal diesen kontinuierlichen Autofokus genauer unter die Lupe nehmen. Ich musste dann allerdings recht schnell feststellen, dass mein Objektiv eine eindeutig zu geringe Brennweite für derlei Spielereien hat, beziehungsweise Zäune in Zoos ohne Frage eine sehr sinnvolle, aber in dieser Hinsicht auch ungemein störende Angelegenheit sind. Bewegte Motive kann ich allgemein kaum zu meinen Stärken zählen, was ziemlich offensichtlich ist, wenn man meine bisherigen Fotos kennt. Die Ausbeute ist somit recht beschaulich geworden und vor allem sind auch ganz andere Bilder übrig geblieben, als ich zuerst gedacht hatte. Wenn ich genauer drüber nachdenke, passiert das ohnehin öfters ;) Naja, ein feiner Nachmittag war es auf jeden Fall und gelernt hat man ja auch wieder was dabei :) Das wird auf jeden Fall bei Gelegenheit wiederholt.




Ich habe mich in letzter Zeit so sehr auf Reisefotos konzentriert, dass ich ganz vergessen habe wie gewinnbringend die klassischen Fotospaziergänge daheim sind. In der gewohnten Umgebung fällt es deutlich leichter, den Blick schweifen zu lassen und sich vom Offensichtlichen zu lösen. Bei dieser Lustwandlerei bin ich so nicht nur auf neue Blickwinkel, Motive und Details gestoßen, sondern habe auch ein paar Konzepte entworfen, die ich demnächst noch umsetzten möchte. Ein paar Fotos gibt es jetzt natürlich trotzdem :)










Irgendwann in Barcelona fiel still, heimlich und eher unbewusst die Entscheidung, dass es Zeit für eine neue Kamera wird. Einmal zu oft wurde wohl an einem kleinen Drehrädchen gekurbelt, bis die gewünschte Blende oder Belichtungskorrektur eingestellt war, auf das Display geblinzelt, mit dem es bei strahlendem Sonnenschein nur schwer möglich ist, ein Foto aufzunehmen und sich in dem Menü verloren, um grundlegende Einstellungen wie manueller/automatischer Fokus vorzunehmen. Es waren also hauptsächlich, wenn auch nicht ausschließlich, bedienungstechnische Eigenschaften, die ausschlaggebend waren.

Dass ich letztendlich sogar einen kompletten Systemwechsel – vom micro four thirds (Olympus E-P2) zum APS-C und Fujifilms X mount Objektivbajonett – vorgenommen habe, hat mehrere Gründe.
Fuji bietet eben dieses besondere – böse Zungen mögen behaupten 'altmodische' – Bedienkonzept, bei dem beispielsweise die Blende noch direkt am Objektiv, die Belichtungskorrektur über ein separates Drehrad und der Fokus über einen Schalter eingestellt werden. Es gibt keine Automatik-, Unterwasser-, Überwasser-, Party-, Feuerwerks-, Wolken-, Kinder-, Tiere-, Kirchen-Modi, was nicht heißt, dass man sich nicht durch Automatiken helfen lassen kann. Diese werden nur anders eingestellt: übersichtlicher, eindeutiger, irgendwie 'fotografischer'.
Weitere Punkte sind Qualität und Design. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber die Kamera fühlt sich einfach hochwertig an und sieht auch so aus. Testberichte und -ergebnisse lasse ich hier bewusst außen vor. Sie ist schlicht, unauffällig und funktionell. Das Objektivangebot ist überschaubar, was ich gelesen und gehört habe, jedoch durchgehend hochwertig. Außerdem gab es durchaus eine gewisse subjektive Anziehungskraft, das kann und will ich nicht leugnen ;).
Letztendlich – und ja, ich hatte mich eigentlich schon entschieden – stellte sich bei meinen Recherchen noch heraus, dass Fujifilm eine herausragende Kunden- und Firmenpolitik betreibt: Feedback wird berücksichtigt und in die Entwicklung neuer Modelle sowie Firmware-Updates einbezogen, die sogar für ältere Modelle noch gepflegt werden. Sie lassen sich nicht vom Technikwahn (mehr Megapixel etc.) beirren und gehen – abseits des Mainstreams – gerne eigene Wege (z. B. Bedienkonzept).

So bin ich also bei Fuji gelandet. Mein einziges Problem war, mich zwischen zwei Modellen zu entscheiden: X-T1 oder X-E2? Ich möchte jetzt nicht die Unterschiede zwischen den beiden Bodies oder ihre jeweiligen Vor- und Nachteile aufzählen, sondern nur sagen, dass es mir sehr schwer gefallen ist – sowohl am Papier als auch beim praktischen Antesten der zwei Geräte. Nach zwei Anläufen und einer Stunde intensiven Befummelns beim Händler meines Vertrauens, entschied ich mich dann für das Modell, das ich einfach lieber in die Hand nahm: die Fujifilm X-E2!

Und es hat sich gelohnt :)! Meine Lieblingseigenschaften sind bisher der (elektronische) Sucher, die hervorragende ISO-Performance bei schwachem Licht, der hohe Dynamikumfang und die Bedienung. Die Bildqualität ist ohne Frage sowieso ein Traum. Zu kämpfen habe ich allerdings mit den ca. 30 MB pro Bild im Rohdatenformat.