Drei Nächte, oder besser gesagt zwei volle Tage in Edinburgh bildeten die Grundlage für unsere Rundreise durch Schottland. Zwei Tage sind sicher nicht viel, vor allem wenn man, wie wir, stets ohne Hast und ausschließlich zu Fuß unterwegs ist. Unser Ausflugsprogramm haben wir trotzdem spontan und ohne vorherige Planung zusammengestellt, was sich im Großen und Ganzen auch bewährt hat.
Edinburgh Castle war natürlich Pflicht und so haben wir das gleich am ersten Tag in Angriff genommen. Da ich mehr oder weniger so etwas wie eine Burgruine erwartet habe (shame on me), konnte der tatsächlich riesige Komplex mit den unzähligen Ausstellungen, Museen... schon sehr begeistern; besonders der detailliert inszinierte Gefängniskomplex und das beeindruckende Kriegsdenkmal.
Am nächsten Tag besuchten wir den Royal Botanic Garden, der uns direkt mit einer unerwarteten Fotoausstellung empfangen hat :). Nicht, dass ich mich groß für Pflanzen interessieren würde, aber die Zeit im botanischen Garten war richtig schön und laut Zeugenaussagen bin ich wie ein kleiner Junge mit meiner Kamera hin und her gelaufen :D. Die riesigen "Gewächshäuser" mit den verschiedenen Klimazonen und  Themengebieten sind aber auch wirklich sehr gut umgesetzt und abwechslungsreich gestaltet.
Spontan sind wir dann noch auf den Calton Hill gewandert, den wir von der Burg aus "entdeckt" haben. Dank eines Regenschauers und des daraus resultierenden, wahnsinnig genialen Lichts, konnte ich hier eins meiner Lieblingsbilder aufnehmen.
Nebenbei haben wir, durch unsere Fußmärsche, viel von der Stadt an sich gesehen, gut gegessen und natürlich auch das ein oder andere Pub besucht :). Die Zeit verging so recht zügig und ich musste mich am Tag der Abreise - oder eher Weiterreise -  der Aufgabe stellen, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Doch dazu demnächst mehr.









Wenn ihr das lest, irre ich wahrscheinlich gerade irgendwo in Schottland rum und versuche mich an Landschaftsfotografie. Damit euch derweil nicht langweilig wird *hüstel*, habe ich im Vorfeld ein wenig Material zusammengesucht... Oder so ähnlich. Fakt ist aber, dass ich nahezu täglich wunderbare Artikel lese und großartige Bilder oder Videos rund um die Fotografie sehe. Einerseits gute Unterhaltung, andererseits natürlich auch eine große Inspiration oder schlichtweg Wissen, das ich mir so aneigne.
Wie es sich gehört, werde ich das jetzt einfach regelmäßig mit euch teilen.


Please tell me my photos suck - Erik Kim über Kritik. Teils sehr humorvoll, insgesamt sehr wahr und wichtig.

Pejac - Es muss nicht immer Fotografie sein. Vor allem, wenn Streetart so gut ist!

Stilpirat trifft Ripke - Schönes "Interview". Die Bildbesprechung ist ziemlich witzig.


Analoge Fotografie analog im Großformat entwickelt. Kann man schon als Schwerstarbeit einstufen :)

Isaac Cordal - Streetart, Fotografie, Aussage... Alles in einem und das auch noch genial!
Zugegeben, der Titel klingt schlimmer, als es in Wirklichkeit ist. Für einen entspannten Besuch, wie wir ihn hatten, sind ein paar grundlegende Vorsichtsmaßnahmen aber durchaus hilfreich.
Wer nicht gerne zertrampelt wird, sollte sich zum Beispiel auf der Karlova nur sehr vorsichtig bewegen. Oft kommt es vor, dass da ganze Touristenherden durchgetrieben werden. Die Alten und Schwachen hilf- und atemlos hinterher humpelnd. True Story!  Dabei reicht es, nur eine Seitenstraße weiter zu gehen: Man spart sich lieblose Lokale, geschätzt 12000 Souvenirshops (die alle der Meinung sind, die grässlichste und lauteste Musik ziehe die meisten Kunden an) und entdeckt auch noch das ein oder andere Schätzchen, wie eine kleine Blueskneipe, in deren Kellergewölbe wir unseren letzten Abend mit Livemusik ausklingen lassen konnten.
Weiterhin ist es ziemlich verrückt, die Karlsbrücke am Nachmittag zu betreten. Dieses Schauspiel konnten wir von der Brücke nebenan beobachten, wobei man nicht umhin kommt, die Baumeister, die dieses scheinbar unzerstörbare Werk geschaffen haben, zutiefst zu bewundern.
Instinktiv - okay, womöglich zufällig - haben wir auch bei dem Ausflug zum Burgviertel alles richtig gemacht. Da wir erst gegen Abend dort waren, konnten wir uns den Eintritt zum goldenen Gässchen sparen, der wegen den Besuchermassen vorher verlangt wird. Ruhiger war es zudem natürlich auch.

Okay, genug der Schwafelei ;). Hier meine Highlights in unsortierter Kurzfassung:
  • Alter jüdischer Friedhof (hat mir am besten gefallen)
  • Burgviertel (das goldene Gässchen fand ich interessanter, als ich erst dachte. Außerdem ist der Ausblick genial)
  • Wallenstein Garten (zufällig am Weg zur Burg gefunden. Ziemlich abgefahrene Wand aus künstlichen Tropfsteinen)
  • Karlsbrücke (tatsächlich, ja! ;))
  • Leica Gallery (hatten gerade eine wunderbare Ausstellung von Felix Lupa)
  • Sich treiben lassen (Wie immer ;))
Vegetariern und allen, die nicht zwingend bei jeder Mahlzeit Fleisch brauchen, möchte ich gerne das Maitrea ans Herz legen. Sehr sehr lecker! Wenn es schnell, günstig und trotzdem gut sein soll, ist das Country Life, eine Art öffentliche Kantine, die erste Wahl.





















Ich kann mich immer noch nicht so recht zwischen Darktable und Lightzone entscheiden. Sich in zwei Programme gleichzeitig einzuarbeiten frisst ganz schön viel Zeit und ist zugegeben auch recht anstrengend. Zumindest in meinen Augen ist es immerhin eine lohnenswerte Arbeit :).






Mein letzter Post ist schon wieder viel zu lange her und man könnte meinen, ich wäre dem Sommer erlegen. Dem ist allerdings bei Weitem nicht so :). Vielmehr habe ich mich in letzter Zeit damit befasst, wie ich meine Bilder an die Wand bringe, sprich sie drucken lasse. Das Ganze ist dann ziemlich ausgeartet und so geriet ich von Softproof über Farbprofile und Monitorkalibrierung in eine Spirale des Wahnsinns.
Der Bildschirm meines derzeitigen All-In-One-PCs erschien mir nicht sehr vertrauenswürdig und so "musste" ich mir einen neuen PC, vor allem aber einen neuen Monitor (Dell U2713HM) anschaffen. Sehr ungewohnt übrigens, wenn dieser die teuerste Komponente des Systems ist. Da mir das neue Abo-Modell von Adobe nicht besonders gefällt (genau genommen kann ich mich da ausführlich drüber aufregen) und weil ich es eh schon länger in Betracht gezogen habe, wechselte ich bei der Gelegenheit von Windows zu Linux und bin aktuell auf der Suche nach einer Alternative für Lightroom. Vielversprechende Kandidaten sind gerade Darktable und Lightzone.
Unter dem Mantel des Schweigens ackere ich also ganz schön vor mich hin. Natürlich ziehe ich trotzdem immer mal wieder mit der Kamera um die Häuser ;).






Ein Bekannter meinte letztens, dass seine Kamera leider am Anfang der Saison kaputt gegangen ist. Mir schoss sofort die Frage in den Kopf, was an Fotografie saisonal sein soll, musste mir dann allerdings eingestehen, dass ich mich selber auch nur bei schönem Wetter raus wage. Diesen Fehler habe ich bei dem aktuellen Regenwetter umgehend behoben ;).



Diesmal ging der Fotowalk Richtung Hafen, wo ich mit die ersten Fotos aufgenommen habe, nachdem ich damals beschlossen hatte, bewusst zu fotografieren. Ich wollte mal gucken, wie ich diese Motive heute wahrnehme und wie sich seitdem meine Bildsprache entwickelt hat. Auf dem Weg dorthin ließ ich mich dann allerdings von neuen Motiven ablenken und streunte lieber auf schlammigen Baustellen rum. Alles gut! :)





Ich bin direkt etwas erschrocken, als ich gerade festgestellt habe, dass Salzburg laut Wikipedia ca. 146000 Einwohner hat. Bei unserem Wochenendtrip im April zeigte es sich jedenfalls ziemlich verschlafen. In der Getreidegasse, deren Reiz ich übrigens überhaupt nicht nachvollziehen kann, waren tagsüber natürlich massenweise Touristen unterwegs, abends jedoch war die Stadt fast schon gespenstisch leer. In dem beeindruckenden Komplex der Festung Hohensalzburg kam man sich daher fast ein wenig verlassen vor, konnte dafür aber die Atmosphäre in Ruhe genießen. Da wir hauptsächlich nach Salzburg gekommen sind, um jemanden zu besuchen, existierte kein fester Sehenswürdigkeiten-Masterplan und so ließen wir uns eher ganz gemütlich treiben.
Die Altstadt wird - teils sehr spektakulär - von den umliegenden Bergen begrenzt und verschmilzt quasi mit ihnen. Durch diesen Umstand ist auch mein Lieblingsbild an der Sankt Blasiuskirche entstanden, für das ich mich halb verrenken musste, um irgendwie durch die Oberleitungen der Stadtbusse fotografieren zu können. Für die Gäste des Cafés hinter mir war das sicher recht amüsant.

Kirche Sankt Blasius
Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass der Sebastians- und der Petersfriedhof sehr schön sein sollen, was ich durchaus bestätigen kann. Besonders die sogenannten Pfeilerarkaden am Sebastiansfriedhof mit ihren, für heutige Zeiten abstrus wirkenden, bildhauerischen Darstellungen des Todes finde ich sehr interessant.

Sebastiansfriedhof

Petersfriedhof

Petersfriedhof

Petersfriedhof
Beim Red Bull Hangar 7 bin ich geteilter Meinung. War zwar ganz nett, der Eintritt gratis, so richtig überzeugend allerdings auch nicht. Wahrscheinlich hätte man die Zeit auch besser nutzen können. Immerhin konnte ich noch ein Foto ergattern, welches mir sehr gefällt.

Red Bull Hangar 7
Eher zufällig sind wir noch am Schloss Mirabell vorbeigekommen und kurz durch die bekannten Gärten gelaufen. Da stehen dann so lustige Zwerge rum.